Staatsakt 2019 - mit Stefan 2.1 beginnt das digitale Zeitalter im Fernach

Fernach Stabhalter Stefan Hirt 300x300Das bestgehütete Geheimnis der Fernacher wird erst beim Staatsakt gelüftet. Mit Stefan 2.1 "zauberten" sie einen neuen Stabhalter aus dem Hut, mit dem eingefleischte Kenner der anderen Stabhaltereien nicht gerechnet hatten. Dass bei dem neuen die Digitalisierung eine tragende Rolle spielte, war als Berufsinformatiker vorgegeben. In seiner Antrittsrede machte er in seinem Regierungsprogramm klar, dass er die Arbeitsabläufe im Fernach analysieren, optimieren und automatsieren werde.

Und das sieht so aus:
Künftig werde ein "automaitsiertes Stabhalter-Auswahlverfahren"
eingesetzt, eine Fernach-App eingerichtet und aus Datenschutzgründen alle IT-Bereiche im Fernach passwortgeschützt und damit dem "Zugriff anderer Stabhaltereien" entzogen. "Mit meiner Regentschaft hat das digitale Zeitalter für das Fernach 4.0 begonnen", postulierte Stefan 2.1..

Seine Vorzüge und Nachteile als Personoutete seine neunjährige Tochter Sophia im Zwiegespräch mit Moderatorin Isabell Blust in der Bütt. Die Nachwuchsfanachterin vertrat die im Fernach "obligatorisch" auftretende Landesmutter, Lamu "Alexandra", die eigens gewollt im Hintergrund blieb.
Ohne Lampenfieber nannte sie den Stabhalter, ihren Papa, einen "unmusikalischen, unsportliche, ehrgeizigen Klugscheißer" mit der Einschränkung:"Ganz so schlimm ist es nicht!". Ihr Papa sei schließlich ein prima Handwerker, Tüftler, Bastler , der auch fünf Zentimeter große Kabelstücke noch gebrauchen könne. Und Probleme habe sie mit ihm auch nicht: "Ich bin ein totales Papkind. Denn ich bin auch ein kleiner Klugscheißer!" Frenetischer Applaus für ihren souverän, gelungenen Auftritt brandete auf.

In seiner zuvor gehaltenen Abschiedsrede an die "Narrenklasse" zog  "Sebi der Lehrgut" nochmals alle Register seiner Berufssparte. Die Leimener Schüler hätten das letzte Jahr größte Lernfortschritte gemacht. Doch jetzt gehe er als Lehrer in den "einstweiligen Ruhestand".  Und dazu gehört natürlich ein "unmisverständliches" Arbeitszeugnis, das er in seinem Sinne interpretierte, woraus aber die Fernacher andere Schlüsse zogen.

Bei der "Digitalisierung" knüpften Frank Lachmann in der Rolle des "redebrechenden Türken" Ali, Daniel Meister als Textinterpretierender sowie Patricia Goll als "Alexa", die "sprechende, elektonische Helferin für Haushalt und Freizeit". Dass es zu "Übersetzungsschwierigkeiten" und Misverständnissen durch die Aussprache von Ali kam, war "vorprogrammiert". Die Nummer war zum Schießen.

Die Stadtgespräche "hechelten" Angnes Panter und Ulrike Ebert-Huber in gewohnter Manier plaudernder Frauen durch. Ob Fußgängerzone, Fensterbeleuchtung des Amtshauses, Parkplatzsituation, Geburtenstation oder die namensgeschützte Datenschutzverodnung, die durch den Lautsprecher im Behandlungszimmer des Arztes den Patienten aufruft: Die Frau mit dem Fußpilz, bitte in Zimmer 1".

Allerlei Gesundes hatte Marktbeschicker "Achim Huber" in seinem "mobilen Hofladen" zu bieten. Doch als er seine Agrarprodukte in der Fußgängerzone anbietet, wird er vom "mobilen Blitzer" erfasst und in eine "Stadtrallay" gnadenlos verfolgt. Sein Jubelschrei: Das Versteck im Schaufnester von Frau Bruns rettet ihn vor dem Ungetüm.

Mit der Speisekarte in Oberkircher Gaststätten hatten es die Kochlehrlinge Roland Busam und Stefan Cölsch. Hier vermissten sie den "Pfälsischen Saumagen" in unterschiedlichen Variationen. Aber auch die Speisekarte in der Mensa bemängelten sie. "Früher gab´s Wildgerichte. Aber jetzt sei das Wildgehe im Stadtgarten abgeschafft".

Beim Frühstück durfte indes der ARZ-Leser Lorenz Kimmig von seiner Frau nicht gestört werden, das er in der Mensa des Gymnasiums verzehrte, wo die "Trennung von Geist und Materie" stattfindet. Zuvor habe er sich aber beim Direktor die Erlaubnis geben lassen, auch in der Nähe der höheren Bildungsanstalt die Abkürzung ARZ verwenden zu dürfen. Eine "berechtigte "Leserkritik fügte er hinzu: "Manchmal gibt es eine Spezial-Sonderausgabe. Da fehlt vorne auf der ersten Seite die linke Hälfte. Hält man die Zeitung normal mit zwei Händen und versucht mit der "dritten Hand" die Kaffetasse zu halten, läuft einem die Brühe bis zum Knie".

Eine tolle musikalische Stimmungsnummer lieferte Sepp Blust, bekannt als der Volksliedersänger, mit seinem Akkordeon. Mit seinem "Black Forest Singing" sang er zu den Liedern "Horch, was kommt von draußen rein" das "neue" Leimen-Lied "Poltern an der Wirtshaustür. Die lassen Leimener nicht rein". Oder auf "Die Gedanken sind frei" den Genialen Text: "Die Schranken an der Sparkasse machen den Weg nicht frei". Oder für die Fußgängerzone: "Bringt die Poller herbei!" Oder zum Lied:"O la la, willst du eine Pizza" eine Persiflage auf den "kreativsten" Pizza-Service in Oberkirch. Zum mehrmals gesungenen Abschlusshit wurde der Song: "So lang ich kann denken, tut der Mann den Leimen lenken". Regine I. wurde intronisiert. Der Song hatte bei den Leimener eine nachhaltige Wirkung auf deren Stimmbänder.