Kurz vor dem Staatsakt im Fernach

Die Regierungszeit des Fernacher Stabhalters „Frank, das Phantom-Ass“ im Oberkircher Storchenviertel geht morgen zu Ende. Dann beendet Frank Lachmann seine dritte Stabhalter-Zeit. Man darf gespannt sein, ob er gleich die vierte folgen lässt, oder ob es einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin gibt. Wie immer bleibt dies im Fernach ein großes Geheimnis, das erst im Staatsakt gelüftet wird. Es wird aber gemunkelt, dass zur Erfüllung der Frauenquote im Fernach auf Frank Lachmann eine Stabhalterin folgen wird.

Fernacher Storch
In der Regierungszeit von „Frank, dem Phantom-Ass“ wurde am Fernacher Platz der alte Fernacher Storch in seinem Nest durch ein neues Kunstwerk ersetzt. Der Leimener Minister Gerd Dörflinger schuf ein aussagekräftiges Duo, bestehend aus dem Fernacher Storch und dem Narren mit seiner Kappe, beide vereint im Storchennest. Das neue Wahrzeichen auf dem Fernacher Platz wird auch außerhalb der närrischen Zeit für ein Lächeln im Gesicht des Betrachters sorgen.
Leider blieb aber auch im vergangenen Jahr das mit einer Spende des Fernachs unterstützte Nest auf der kath. Pfarrkirche „storchenfrei“. Im Fernach überlegt man jetzt, ob man das dortige Storchennest dem Wetterhahn des Kirchturms zur Verfügung stellen soll, den es ja beim „Lothar“ von der Turmspitze geweht hatte.

Geschichte
Die Stabhalterei Fernach hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Sie war als politische Gemeinde eine Zeit lang sogar vorderösterreichisch, deshalb auch der Doppeladler in ihrem Wappen.

„Richtfest im Altersheim !“
Bei der Fasenteröffnung hat sich das Fernach in diesem Jahr vom Neubau des Alten- und Pflegeheims im Fernach inspirieren lassen und mit ihrem Auftritt ein echtes närrisches Ausrufezeichen gesetzt. Ob diese Einrichtung einmal den vom Fernach vorgeschlagenen Namen „Storchen-Ruh“ erhalten wird, ist noch nicht endgültig entschieden. Auf jeden Fall ist damit aber sicher gestellt, dass jeder heutige Jungstorch auch seinen Lebensabend auf Fernacher Territorium verbringen kann.

Staatsakt
Auch beim morgigen Staatsakt verspricht die Stabhalterei Fernach wieder ein Programm urwüchsiger Oberkircher Fasent. Nach der Begrüßung der Gäste und der Stabübergabe an den neuen Stabhalter oder die neue Stabhalterin, wird in geistreichen Büttenreden das Geschehen des vergangenen Jahres beleuchtet. Dabei werden sicher neben den vielen aktuellen Oberkircher Themen auch normale Bürger und Honoratioren mit ihren kleineren und größeren Ausrutschern auf die Schippe genommen.

Stabhaltereien-Fasent
Die Oberkircher Fasent hat ihre Einzigartigkeit darin, dass es die verschiedenen, eigenständigen Stabhaltereien gibt. Die Feiertage der Stabhaltereien sind die Staatsakte. Wer einen Staatsakt besucht hat, ist immer wieder erstaunt, mit welcher Kreativität, mit welchem Humor und Aufwand hier ein über 3-stündiges Programm zum örtlichen Geschehen präsentiert wird. Gepflegt wird von den Stabhaltereien aber auch die gute Zusammenarbeit mit der Narrenzunft, was gerade erst wieder beim 77-jährigen Jubiläum praktisch gelebt wurde.

Begehrte Plätze
Zum morgigen Staatsakt, der um 15.01 Uhr im Gasthof “Pflug“ beginnt, sind deshalb alle Bürger und Bürgerinnen aus dem Fernach und aus ganz Oberkirch bei freiem Eintritt herzlich eingeladen. Um einen Sitzplatz zu ergattern, sollte man rechtzeitig kommen. und sich vielleicht vorher bereits im Pflug bei einem guten Mittagessen stärken.